Inflationsschutzbrief – der geldsystemanalytische Börsendienst

Nur wer das Geldsystem wirklich versteht, kann die richtigen Anlageentscheidungen treffen!

Goldpreis-Prognose: 2.300 US-Dollar bis Juni 2018

Goldpreis-Prognose: Nach vier Jahren Kurskorrektur ist der Goldpreis seit Ende 2015 wieder in einen Aufwärtstrend übergegangen, der länger anhalten dürfte, glaubt der Goldanalyst Ronald-Peter Stöferle, der einen Goldpreis von 2.300 US-Dollar bis Juni 2018 erwartet und das in dem folgenden Beitrag begründet.

Goldpreis-Prognose: 2.300 US-Dollar bis 2018

Gastbeitrag von Ronald-Peter Stöferle

Gold ist wieder zurück! Mit der stärksten Quartals-Performance seit 30 Jahren ist das Edelmetall seit Anfang des Jahres aus dem Bärenmarkt empor gestiegen. Ausschlag-gebend für das Comeback ist die steigende Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaft-lichen Genesung der Post-Lehman-Ökonomie. Gelingt nach jahrelanger Verabreichung hoher Dosen monetärer Schmerzmittel die Absetzung dieser Präparate? Oder stehen wir vor einer grundsätzlichen Infragestellung der gesamten Therapie?

Geldpolitik und Risiken der Weltwirtschaft treiben Goldpreis

Wachstum bzw. Teuerung zu schaffen bleibt der geldpolitische Imperativ. Die dazu systemisch benötigte Kreditausweitung will jedoch nicht in die Gänge kommen. Selbst die nach der Finanzkrise recht zurückhaltend agierende EZB befindet sich nun in einem Zustand der dauerhaften geldpolitischen Improvisation und Stimulation.

Die generelle Unsicherheit nimmt im Zusammenhang mit den jüngsten Entwicklungen rund um den „BREXIT“ nochmals zu! Jahrelange Niedrigzinspolitik hat die Noten-banken in eine Lose-Lose-Situation manövriert: Sowohl ein Fortsetzen als auch ein Beenden der Niedrigzinspolitik birgt erhebliche Risiken. Um die gewünschten Wachstumsimpulse zu entfachen, wurde mancherorts bereits der monetäre Rubikon überschritten und Negativzinsen eingeführt. Gold wird in diesem Umfeld zunehmend attraktiver. Früher hieß es, Gold zahlt keine Zinsen, nun heißt es, Gold kostet keine Zinsen.

Als Ultima Ratio wird nun bereits die Brachial-Maßnahme des Helikoptergeldes in Betracht gezogen. Nachdem die Flutwelle an Liquidität bisher in erster Linie zur Verteuerung der Vermögenspreise geführt hat, soll nun neu geschöpftes Geld am Bankensektor vorbei geschleust werden und für mehr Nachfrage sorgen. Dass ein solcher Geldregen die heißersehnte Teuerung anfachen kann, scheint realistisch. Ob die Geister die man damit beschwören will wieder in die Flasche zurückkehren werden, ist eine andere Frage.

In den USA wird seit Jahren der Ausstieg aus den monetären Notfallprogrammen angekündigt. Dies hat – zusammen mit der Perzeption (Prozesse individueller Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung) einer gesundenden Wirtschaft – in den letzten Jahren zu einem starken Dollar geführt. Rohstoffe und Gold schwächelten im Zuge dessen. Bislang beschränkt sich die Normalisierung der US-Geldpolitik jedoch auf das Einstellen des dritten QE Programmes und einer Zinserhöhung von 25 Basispunkten.

Der amerikanische Aufschwung ist nun bereits ausgemergelt. Sollte der eingeleitete Zinserhöhungszyklus scheitern, so wäre ein signifikanter Vertrauensverlust in die Notenbankpolitik und somit auch in den US-Dollar wahrscheinlich. Dies ginge mit steigenden Rohstoffpreisen sowie der Rückkehr der Inflation einher und wäre der „perfect storm“ für Gold.

Goldpreis-Prognose: 2.300 US-Dollar bis Juni 2018

Die Stunde für inflationssensitive Anlagen hat unserer Meinung nach geschlagen. Neben Gold scheinen auf aktuellem Niveau auch Silber und Minenaktien höchstinteressant. Nach einer mehrjährigen Rosskur ist es wahrscheinlich, dass Minentitel nun einen deutlich höheren Hebel auf einen steigenden Goldpreis aufweisen.

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Hinweis:

Ronald-Peter Stöferle ist Goldanalyst bei der Investmentgesellschaft Incrementum AG in Liechtenstein. Der vorliegende Beitrag wurde der Redaktion über unseren neuen Service Gastbeitrag erstellen zur Veröffentlichung angeboten. Die Meinung des Autors muss nicht zwingend die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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