Inflationsschutzbrief – der geldsystemanalytische Börsendienst

Nur wer das Geldsystem wirklich versteht, kann die richtigen Anlageentscheidungen treffen!

Inflationsschutzbrief Ausgabe 4 / 2014: Inflation – Geldsystem ein Schneeballsystem

Inflationsschutzbrief 4/2014

Inflationsschutzbrief Ausgabe  4/2014

In der Ausgabe 4/2014 behandelt der Inflationsschutzbrief das Thema Inflation und warum das Geldsystem ein Schneeballsystem wurde. Hierzu beleuchten wir die Geldgeschichte, angefangen mit dem Abkommen von Bretton-Woods, dessen Zusammenbruch infolge des Nixon-Schocks und die dadurch ausgelöste Verbreitung der Fiat-Geldsysteme.

Inflation: Geldsystem wurde ein Schneeballsystem

Auszug: In dem kleinen Örtchen Bretton Woods, im US-Bundesstaat New Hampshire, trafen sich im Juli 1944 Vertreter aus 44 Nationen, um das internationale Währungssystem der Nachkriegs-Ära zu beschließen. Die Verhandlungen wurden von Großbritannien und den USA dominiert. Das Geldsystem, auf das man sich in diesem Abkommen einigte, wurde als „Gold-Dollar-Standard“ bezeichnet, weil der amerikanische Dollar den Rang einer offiziellen Weltreservewährung bekam. Der gesamte Welthandel wird seitdem in Dollar abgerechnet.

Das Bretton-Woods-Abkommen wurde so zu einem amerikanischen Diktat, das der Vormachtstellung des US-Dollars die offizielle Anerkennung verlieh. Ende der 60er Jahre floss jedoch viel Geld in den Vietnamkrieg. Gleichzeitig verschlangen der globale Aufbau von CIA-Standorten, die bemannte Raumfahrt und die Mondlandung hohe Summen. Die USA druckten damals mehr Geld, als Goldreserven vorhanden waren. Die Europäer haben daraufhin das Vertrauen in die amerikanische Geldpolitik verloren.

So begannen einige Zentralbanken im großen Stil, ihre Währungen in Dollar zu tauschen und im zweiten Schritt forderten sie von den USA, für ihre Dollarbestände eine physische Lieferung der entsprechenden Goldmengen. Vor allem Frankreich und Großbritannien wollten von den USA große Mengen Gold. Das konnten und wollten die Amerikaner nicht leisten. Um den Abfluss der amerikanischen Goldreserven zu verhindern, hob Präsident Nixon schließlich die Goldpreis-Bindung des Dollars auf (Nixon-Schock).

Durch die Aufhebung der Goldpreis-Bindung entstand ein Geldsystem, bei dem keine Währung durch physische Werte gedeckt ist – sogenannte Fiat-Währungen. Das Wort „fiat“ kommt aus dem Lateinischen. Es bedeutet „es werde, es geschehe“. Fiat-Money ist Geld, das von den Geschäftsbanken „aus dem Nichts“, also durch die reine Buchung von Krediten geschöpft wird (siehe Ausgabe 2/2013). 95% des umlaufenden Geldes ist somit nur durch Schulden gedeckt und erlangt seine Kaufkraft dadurch, dass es die unwissenden Bürger aus Vertrauen akzeptieren. Bis 1971 war es zumindest durch Gold noch teilweise gedeckt. Wenn das Vertrauen in dieses Buchgeld – beispielsweise durch höhere Inflation – verloren geht, ist das Spiel aus (siehe Geldschöpfung).

Die weltweite Verschuldung – die durch die Schuldenkrise noch einmal massiv zugelegt hat – wird von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mittlerweile auf 100 Billionen Dollar geschätzt, was nicht gerade dazu führt, dass diesem System noch viel Vertrauen entgegen gebracht werden kann. Der Anstieg der Geldmenge war in den letzten Jahrzehnten so rasant, dass das Verhältnis zwischen Geldmenge und realen Vermögenswerten heute 40 : 1 beträgt. Warum das Geldsystem immer mehr zu einem Ponzi-Schema (Schneeballsystem) verkommen ist, erfahren Sie in dieser Ausgabe!

Ausgabe 4/2014 als PDF jetzt lesen…

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