Inflationsschutzbrief – der geldsystemanalytische Börsendienst

Nur wer das Geldsystem wirklich versteht, kann die richtigen Anlageentscheidungen treffen!

Inflationsschutzbrief Ausgabe 8 / 2015: FED erhöht die Zinsen nicht

In der Ausgabe 8/2015 analysiert der Inflationsschutzbrief die Geldpolitik der US-Notenbank FED und warum die FED die Zinsen im September 2015, entgegen ihrer seit Monaten verkündeten Absicht, doch nicht erhöht hat. Darüber hinaus informieren wir über die aktuelle Wertentwicklung unserer Anlagestrategien, die sich nach den Kurseinbrüchen an den Börsen im August/September wieder erholen.

Inflationsschutzbrief Ausgabe 8/2015: FED erhöht die Zinsen nicht

Seit vielen Jahren verharrt der amerikanische Leitzins zwischen Null und 0,25 Prozent. Zum diesem Leitzins leihen sich Banken bei der Zentralbank Geld. Die FED (Federal Reserve Bank = US-Notenbank) bestimmt mit ihrer Niedrigzinspolitik weitgehend die globalen Finanzmärkte. Aus diesem Grund wurde die letzte FED-Sitzung am 17.09.2015 weltweit auch mit besonderer Spannung erwartet. Seit Monaten haben Regierungen, Ökonomen, Banker und Spekulanten auf diesen Tag gewartet, an dem die Entscheidung fällt, ob die US-Notenbank im Rahmen ihrer Geldpolitik die Zinsen (Leitzinsen) in Amerika erstmals seit fast zehn Jahren wieder anhebt. Denn die FED-Entscheidung gilt als richtungsweisend, wie es an den internationalen Finanzmärkten weitergeht. So überraschte die FED bei dieser Sitzung viele Beobachter und Anleger damit, dass sie den Leitzinssatz, entgegen den von ihr selbst in die Welt gesetzten Erwartungen, doch nicht erhöhte und damit die Ära des billigen Geldes fortsetzt.

Warum die FED die Zinsen nicht erhöht hat

FED-Chefin Janet Yellen begründete die Entscheidung mit einer leicht gesunkenen Inflationsprognose und den wirtschaftlichen Schwierigkeiten vor allem in den BRICS-Staaten, die auf die Konjunktur in den USA durchschlagen könnten. Insbesondere die jüngste Wachstumsschwäche in China soll für diese Geldpolitik der FED maßgeblich gewesen sein.

Denn seit einigen Wochen gibt es beinahe täglich schlechte Nachrichten aus China. Die Kurse an den Börsen in Shanghai und Shenzhen stürzten im August und September drastisch ab, was Sorgen um die weltweite Konjunktur auslöste. Die Führung in Peking versuchte die Kurseinbrüche aufzufangen, dazu ließ sie Aktien vom Handel aussetzen und nahm Stützungskäufe vor, das alles zeigte aber kaum Wirkung. Neben dem Geld, ging dadurch vor allem das Vertrauen von Millionen Anlegern verloren. Im August änderte sich die Geldpolitik der Zentralbank Chinas, die völlig überraschend den Kurs ihrer Währung in drei Schritten abwertete. Die Regierung Chinas ist in Panik, war der Eindruck vieler Ökonomen. Neben den chinesischen Börsen reagierten auch die Börsen weltweit mit erheblichen Kursverlusten.

Mögliche Gründe der FED ihre Nullzinspolitik fortzusetzen

  1. China will keine steigenden Zinsen
  2. Abhängigkeit der Volkswirtschaften von niedrigen Zinsen war nie größer
  3. Zentralbanken wollen die Konjunktur stützen und weiten die Geldmenge aus
  4. Zinserhöhungen sind nur noch in wenigen Volkswirtschaften möglich
  5. Die Dauer von Niedrigzinsphasen muss für Anleger überschaubar bleiben
  6. Das von der EZB in Umlauf gebrachte Geld soll weiterhin in die USA fließen

Gerade der letzte Punkt ist es, der an der offiziellen Begründung der FED Zweifel wecken muss, denn die USA haben ein großes Interesse daran, wenn das von der EZB in Umlauf gebrachte Zentralbankgeld, zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums in der Eurozone, die europäischen Banken dazu verleitet, statt der Wirtschaft in der Eurozone Kredite zu geben, vielmehr US-Staatsanleihen zu kaufen, weil sie von den vermeintlich steigenden Zinsen in den USA profitieren wollen? Folker Hellmeyer, der Chefanalyst der Bremer Landesbank sieht darin den inoffiziellen Grund der FED, die Zinsen nicht anzuheben.

Die ausführliche Beschreibung dieser Gründe der FED, die Ursachen der Probleme in China und warum das Fiat-Geldsystem die Volkswirtschaften seit Anfang der 90er Jahre zwangsläufig in die Überschuldung sowie die Zentralbanken an den Rand ihrer Möglichkeiten führt, kann in dieser Ausgabe ebenso nachgelesen werden, wie die Wertentwicklung unserer erfolgreichen Anlagestrategien zum 28.09.2015!

Ausgabe 8 / 2015 als PDF jetzt lesen…

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Hubertus
Gast

Der Inflationsschutzbrief hat in einer früheren Ausgabe einmal den Dollar-Imperialismus beschrieben. Könnten Sie dieses Thema in Verbindung mit der FED-Geldpolitik einmal tiefer belechten? Vielen Dank!

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