Inflationsschutzbrief – der geldsystemanalytische Börsendienst

Nur wer das Geldsystem wirklich versteht, kann die richtigen Anlageentscheidungen treffen!

Inflationsschutzbrief Ausgabe 15 / 2011: Die Silberpreis-Manipulation

Inflationsschutzbrief Ausgabe15 / 2011 Silberpreis Manipulation

Inflationsschutzbrief Ausgabe15/2011

In der Ausgabe 15/2011 analysiert der Inflationsschutzbrief die offensichtliche Manipulation des Silberpreises und ihre Gründe. Warum Silber trotzdem ein interessantes Anlagegut ist, erläutern wir in dieser Ausgabe.

Wird der Silberpreis manipuliert?

Auszug: Seit letzten Montag (02.05.2011) fiel der Silberpreis von 48 US-Dollar auf jetzt 38 US-Dollar pro Unze. Hat sich die Angebots- oder Nachfragesituation in den letzten Tagen verändert? Nein! Alle Fakten, die in der letzten Ausgabe genannt wurden, gelten auch heute noch. Verkaufen jetzt viele Silberbesitzer ihr Metall? Nein! Die großen Edelmetall-Handelshäuser berichteten letzte Woche alle durchweg: Auf einen Silber-Verkäufer kommen etwa zehn Silber-Käufer!

Was hat dann zu diesem Silberpreis-Rutsch geführt? Es waren Konto-Liquidationen von Spekulanten, die mit Kredit Silber gekauft hatten. Diese wurden aus dem Markt gedrängt. Kurzer Hinweis für Nicht-Börsianer: Großinvestoren kaufen Futures. Ein Silber-Kontrakt umfaßt 5000 Unzen und hat heute einen Gegenwert von rund 190.000 US-Dollar. Erforderliches Eigenkapital für so ein Geschäft: 21.600 US-Dollar, also rund 11 %. Vereinfacht ausgedrückt: Ein Preisrückgang von 11 % führt zum Totalverlust des eingesetzten Geldes, ein Preisanstieg um 11 % entsprechend zu einer Verdoppelung.

Vor etwa zwei Monaten haben wir das Buch mit dem Titel „Geheime Geldpolitik“ ausgewertet. In diesem Werk zeigt der Autor, Dimitri Speck, im Detail auf, wie die Zentralbanken mit Hilfe der Hochfinanz in der Vergangenheit immer wieder den Goldpreis drückten/manipulierten. Diese geheime Notenbankpolitik wird seit August 1993 betrieben. Warum machen die das? Weil ein gleichbleibender Goldpreis den Menschen suggerieren soll, daß alles in Ordnung ist. Dieses Buch ist im FinanzBuch Verlag erschienen (ISBN 978-3-89879-514-2).

Bei Silber ist es ähnlich. Ein schnell ansteigender Silberpreis wird von der Hochfinanz ebenfalls bekämpft. Das sollte Ihnen klar sein: Gold und Silber sind die Feinde des leicht zu vermehrenden Papiergelds (Geldschöpfung) und werden deshalb von den Gelddruckern immer bekämpft und diskreditiert. Eigenartig ist nur, daß die mittlerweile oft gleichgeschaltet wirkenden Massenmedien, in ihrer Berichterstattung häufig Schützenhilfe leisten.

Ein Anstieg über 50 US-Dollar bringt aus Sicht der Zentralbanken die Gefahr mit sich, daß immer mehr Geld in den Silber-Markt fließt und der Silberpreis somit steigt. Und im Schlepptau würde dann auch der Goldpreis in die Höhe gezogen werden. Also mußte scheinbar unbedingt verhindert werden, daß sich der fulminante Silberpreis-Anstieg fortsetzt.

Was ist letzte Woche geschehen? Die CME (Börse an der die Edelmetall-Futures gehandelt werden) hat innerhalb von nur 7 Tagen die Sicherheitsleistung (Margin) in sage und schreibe 5 Schritten um 170 % erhöht und entlarvt sich so für alle Welt sichtbar als Teil der Silberpreis-Manipulation! Es sollten diejenigen, die mit Krediten Silber gekauft haben, durch nicht zu erfüllende Margin-Calls aus dem Markt verjagt werden. Wer mit Krediten und zu wenig Eigenkapital Silber gekauft hatte, dürfte mittlerweile mit großen, teilweise auch riesigen Verlusten den Markt verlassen haben. An einzelnen Tagen wurde das Volumen von zwei Welt-Jahres-Produktionen gehandelt. Deshalb sollte der Markt jetzt wieder sauber sein und der Silberpreis wird sich vermutlich schon in den nächsten Wochen wieder erholen. Die Logik der Silberpreis-Manipulation ergibt sich aus dem Geldsystem.

Weitere Informationen über Gold und Silber gibt es unter Edelmetalle.

Ausgabe 15/2011 als PDF jetzt lesen…

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