Inflationsschutzbrief – der geldsystemanalytische Börsendienst

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Inflationsschutzbrief Ausgabe 12 / 2013: Silber wird knapp

Inflationsschutzbrief 12-2013: Silber wird knapp

Inflationsschutzbrief Ausgabe 12/2013

In der Ausgabe 12/2013 analysiert der Inflationsschutzbrief die vorhandenen Resourcen an Silber und wagt die Prognose, dass die verbleibenden Vorräte in absehbarer Zeit knapp werden könnten. Weitere Themen sind: Vergleich von Gold und Silber für die Kapitalanlage, wird der Preis von Silber manipuliert und warum die FED weiter Staatsanleihen der USA aufkauft.

Silber könnte knapp werden

Auszug: Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen ihr Geld in Gold und Silber tauschen: Schutz vor Inflation, Schutz vor dem Zusammenbruch des Banken- oder Finanzsystems, Verlustängste durch hohe Staatsschulden und Währungsreform und sicherlich auch durch eine Kombination aus allem. Ein weiterer und sehr wichtiger Grund, der bisher nur bei wenigen Edelmetall-Investoren eine Rolle spielt: Die sich anbahnende Knappheit von Silber. Der größte Unterschied zwischen den Edelmetallen Gold und Silber liegt in der Verwendung.

Silber wird vor allem industriell benötigt, wodurch es in den letzten Jahrzehnten zu einer stetigen Schrumpfung der Vorräte an Silber kam. Gold wird hingegen fast ausschließlich als Wertaufbewahrungsmittel gesehen und wird somit nicht verbraucht. Fast alles jemals geförderte Gold ist in Form von Barren, Münzen oder Schmuck noch vorhanden. Die weltweite Industrienachfrage nach Silber steigt jährlich um rund 18 Prozent, da immer neue industrielle Anwendungen hinzukommen. Auch die Investorennachfrage, speziell in einigen Schwellenländern, USA und Deutschland hat in den letzten Jahren ebenfalls stark zugenommen. Die gesamte Jahresproduktion an Silber übersteigt den industriellen Verbrauch derzeit nur um 100 Millionen Unzen – bei einer Gesamtproduktion von circa einer Milliarde Unzen pro Jahr.

In Hinblick auf den jüngsten Einbruch des Silberpreises (siehe hierzu auch Ausgabe 6/2013) unter die Produktionskosten vieler Minenunternehmen, wird die Zeitspanne nur kurz sein, bis der industrielle Verbrauch an Silber die Produktion aufgrund der sinkenden Fördermenge überschreiten wird. Je niedriger die Preise, desto weniger Silber wird von den Minengesellschaften verkauft. Die Menge an Silber, die bei der Herstellung eines einzelnen Produkts benötigt wird, ist meist so gering, dass es praktisch unmöglich ist, das Silber mithilfe von Recycling später im großen Stil wiederzugewinnen. Wenn ein Computer, ein Mobiltelefon oder eine CD auf der Müllhalde landet, ist der darin enthaltene Silberanteil für immer verloren. Der Vorrat an Silber der auf der Welt industriell abgebaut werden kann, sinkt kontinuierlich, wohingegen Gold nicht verbraucht, sondern angehäuft wird!

Die gesamte Nachfrage nach Silber für die Fertigung (Industrie, Schmuck und Münzen) beläuft sich auf 90 Prozent des jährlichen Gesamtangebots (Bergbau plus Recycling) von einer Milliarde Unzen. Somit verbleiben pro Jahr nur rund 100 Millionen Unzen Silber als Barren für die Investoren übrig. Bei den derzeitigen Silberpreisen entspricht diese jährlich neu hinzukommende Menge einem Marktwert von nur 1,7 Milliarden Euro! Verglichen mit den typischen globalen Investmentflüssen, ist das sehr wenig. Wenn der durch Investoren hervorgerufene Engpass eintritt, wird es mit Sicherheit auch für die Verbraucher aus der Industrie einen Engpass geben, wodurch Lieferverzögerungen bei diesen entstehen. In Anbetracht der Engpässe, die die Laufbänder stillstehen lassen, werden die industriellen Verbraucher wieder so handeln, wie in der Vergangenheit, wenn ein Rohstoff knapp wurde – sie werden versuchen, noch mehr Silber zu kaufen, um eigene Lagerbestände aufzubauen und weitere Lieferungsverzögerungen auszuschalten.

Der Silberpreis wird zum überwiegenden Teil durch den Handel derivatebasierter Finanzinstrumente wie Future-Kontrakte und Optionen an den Börsen bestimmt. Diese Finanzinstrumente sind extrem stark gehebelt und aufgrund der gehandelten Menge überhaupt nicht in der Lage, den wahren Wert von Silber abzubilden. In Fachkreisen wird gemunkelt, dass der Derivatehandel mit Silber die physisch existierende Menge um das 1000fache übersteigen soll.

Weitere Gründe – die neben Inflation – für einen steigenden Silberpreis und für Silber als Kapitalanlage sprechen, lesen Sie in dieser Ausgabe!

Ausgabe 12/2013 als PDF jetzt lesen…

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