Inflationsschutzbrief – der geldsystemanalytische Börsendienst

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Inflationsschutzbrief Ausgabe 15 / 2013: Schulden-Crash ist unvermeidlich

Inflationsschutzbrief 15-2013

Inflationsschutzbrief Ausgabe 15/2013

In der Ausgabe 15/2013 analysiert der Inflationsschutzbrief den globalen Stand der Verschuldung und begründet die These, dass sich der Schulden-Crash in einem Schuldgeldsystem nicht verhindern, sondern nur verzögern lässt. Konkrete Einzelthemen sind: Anleihe-Crash, Ausweitung der Geldmenge, Enteignung, Staatsanleihen und Zinsen werden mit neuen Schulden bezahlt sowie die Politik der EZB.

Der Schulden-Crash ist unvermeidlich

Auszug: In regelmäßigen Abständen hören wir Meldungen über immer höhere Verschuldungen der Staaten. Bei wem sind die Staaten verschuldet? Zunächst einmal verschulden sich Staaten dadurch, dass sie Staatsanleihen verkaufen. Die Bürger oder die Anleihen-Käufer (vorwiegend Banken) leihen dem Staat somit Kapital und erhalten es am Ende der Laufzeit zurück, so der Idealfall. Derjenige, der eine Anleihe kauft, gibt dem Staat also einen Kredit, wofür er jährlich Zinsen erhält.

Staatsanleihen werden ausgegeben, um neue Schulden aufzunehmen und auch um bestehende Schulden mit neuen Schulden zu tilgen. Um die Zinsen für bestehende Anleihen zahlen zu können, geben die Staaten ebenfalls neue Anleihen heraus. Es ist dasselbe Muster wie bei einem Schneeballsystem. Die Entschuldung funktioniert in der Theorie so, dass der Staat am Ende der Laufzeit die Anleihe zurückzahlt und seine Schulden damit tilgt. Die Staatsschulden würden dadurch geringer. Die Praxis sieht aber anders aus: Staaten tilgen per Saldo nicht, sondern erneuern und vergrößern ihre Schulden, indem sie permanent neue Anleihen verkaufen. Mit der neuen Schuldenaufnahme begleichen sie nicht nur die alten Schulden, sondern auch die Zinsen für bestehende Schulden. Somit fügen Staaten ständig neue Schulden dem bestehenden Schuldenberg hinzu.

Bei einem ständig wachsenden Schuldenberg würde sich normalerweise die jährliche Zinslast kontinuierlich erhöhen. Bei Zinssätzen von 7 % bis 9 %, wie wir sie in Deutschland über mehrere Jahrzehnte gewohnt waren, würde es sogar nur wenige Jahrzehnte dauern, bis die jährlichen Schuldzinsen, die der Staat zu leisten hat, seine Steuereinnahmen übersteigen. Selbst wenn nur 50 % der Steuereinnahmen für Zinszahlungen aufzuwenden wären, ließe sich die Überschuldung des Staates nicht länger verbergen.

Hätten wir heute Zinssätze von 8 %, wie noch bis in die 1990er Jahre üblich, müsste Deutschland bei einem Schuldenstand von 2065 Milliarden Euro ca. 165 Milliarden Euro für Zinszahlungen ausgeben. Der Bundeshaushalt 2013 sieht Steuereinnahmen von rund 261 Milliarden Euro vor. Bei einem „normalen Zinsniveau“ würden also die jährlichen Zinsverpflichtungen des Bundes, bereits 63 % seiner Steuereinnahmen aufzehren. Der Staat wäre zahlungsunfähig! Nachdem alle Staaten, die sich dem verzinsten Schuldgeldsystem unterworfen haben, in dieser Lage sind (siehe Ausgabe 1/2013), müssen die Zentralbanken die Zinsen künstlich niedrig halten, um das Ausufern der Schuldenkrise und  Staatsbankrotte zu verhindern. Warum sich der Schulden-Crash dadurch nur verzögern, letztendlich aber nicht vermeiden lässt, lesen Sie in dieser Ausgabe!

Ausgabe 15/2013 als PDF jetzt lesen…

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