Inflationsschutzbrief – der geldsystemanalytische Börsendienst

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Silberpreis: Gold-Silber-Ratio signalisiert Chancen

Die weltweite Abbau von Silber ist rückläufig, während die Produktion von Silbermünzen an ihre Grenzen stößt. Jetzt signalisiert die Charttechnik, dass der Silberpreis in einen mindestens zweijährigen Aufwärtstrend übergeht könnte, da das Verhältnis zwischen Gold- und Silberpreis (Gold-Silber-Ratio) erneut auf über 1 : 80 gestiegen ist und anschließend den mehrjährigen Abwärtstrend nachhaltig gebrochen hat. Anleger die jetzt in Silber investieren, sollten an dem neuen Aufwärtstrend partizipieren.

Silberpreis: Gold-Silber-Ratio - Chancen für Anleger

Silber-Produktion rückläufig

Erstmals seit zehn Jahren sinkt die weltweite Silber-Produktion. Nach den Daten der Branchenorganisation Silver Institute, soll die Silber-Produktion in 2016 um 5 Prozent zurückgehen. Darüber hinaus seien weitere Einschränkungen bis 2019 zu erwarten. Ausschlaggebend dafür sind die besonderen Produktionsbedingungen bei Silber. Viele Minengesellschaften die Silber abbauen, suchen nicht gezielt danach, sondern fördern es vielmehr zufällig zu Tage, weil es insbesondere bei dem Abbau von Gold, Kupfer oder Blei als Nebenprodukt anfällt.

Aufgrund der rückläufigen Nachfrage bei vielen industrieellen Metallen, fahren viele Minengesellschaften ihre Aktivitäten zurück, wodurch auch weniger Silber abgebaut wird. Der einstige Marktführer BHP Billiton hat sich aus dem Geschäft fast vollständig zurückgezogen.

Die globale Silberproduktion stieg zwischen 2005 und 2015 von etwa 640 Millionen Unzen auf über 860 Millionen Unzen pro Jahr kontinuierlich an. Im laufenden Jahr wird es nun erstmals seit zehn Jahren zu einem Rückgang der Produktion auf etwas mehr als 820 Millionen Unzen kommen.

Silber-Nachfrage übersteigt das Angebot

Gold wird als Anlagemetall oder Schmuck gehortet. Im Gegensatz dazu wird Silber größtenteils verbraucht, da es in kleinsten Einheiten in sehr vielen Produkten eingesetzt ist, die später als Müll enden. Die Silber-Bestandteile gehen deshalb zu einem beträchtlichen Anteil verloren, weil sie im Vergleich zu Gold, aufgrund des deutlich geringeren Wertes, nicht recycelt und somit nicht wiederverwertet werden. Die verfügbare Silbermenge sinkt deshalb Jahr für Jahr.

Währenddessen läuft die Produktion von Silbermünzen weltweit auf Hochtouren. Praktisch alle wichtigen Hersteller wie die Royal Canadian Mint, die US Mint oder auch die Perth Mint arbeiten am Rande ihrer Kapazitäten und können die Nachfrage kaum befriedigen. Große Investoren aber auch viele kleine Anleger wollen sich damit vor den Risiken im Finanzsystem schützen.

Silberpreis-Entwicklung

Der Silberpreis erreichte in 2011 mit 48 Dollar je Unze sein bisheriges Rekordhoch (seit 1981) und ging anschließend in einen fünfjährigen Abwärtstrend (auf Dollar-Basis) über. Nach dem Tiefstkurs von 13,17 Dollar je Unze im Dezember 2015 notiert der Silberpreis aktuell bei knapp über 17 Dollar pro Unze.

Der Silbermarkt ist noch deutlich kleiner als der Goldmarkt, was dazu führt, dass der Silberpreis noch stärker von den Derivate-Spekulationen an den Rohstoffbörsen wie der Comex bestimmt wird als der Goldpreis. Das liegt daran, dass nur ein Bruchteil des gehandelten Volumens tatsächlich physisch ausgeliefert wird. Die Preise von Gold und Silber hängen also maßgeblich von dem Preis praktisch unbegrenzt vermehrbarer Derivate ab. Darauf sollten Anleger unbedingt achten. Hier können grundsätzliche Informationen für die Kapitalanlage in Edelmetalle wie Silber nachgelesen werden.

Silberpreis: Gold-Silber-Ratio

Silberpreis: Gold-Silber-Ratio signalisiert Chancen für Anleger

Neben der physischen Verknappung und der hohen Nachfrage nach Silbermünzen kommt deshalb der Charttechnik, an der sich die meisten Spekulanten orientieren, eine besonders wichtige Rolle zu. Denn die Charttechnik analysiert die Vergangenheit und sucht nach wiederkehrenden Mustern. Ein solches Muster, das für einen steigenden Silberpreis spricht, hat sich in den letzten Wochen wieder herausgebildet, weshalb die Masse der Spekulanten nicht auf einen fallenden Silberpreis wetten dürfte.

Während das historisch belegbare Durchschnittsverhältnis zwischen dem Gold- und dem Silberpreis in den letzten 60 Jahren 1 : 57 betrug, stieg das Verhältnis vom Goldpreis zum Silberpreis in den letzten Wochen auf einen Wert von über 1 : 80. Auch in den Jahren 2003 und 2009, als das Verhältnis (Ratio) von Goldpreis zum Silberpreis auf einen Wert von über 1 : 80 gestiegen war, begann der Silberpreis jeweils einem neuen mehrjährigen Aufwärtstrend zu folgen (siehe: grüne Pfeile in der obigen Grafik).

Diese Rahmenbedingungen eröffnen Chancen für Anleger die in Silber investieren und an dem neuen Aufwärtstrend partizipieren wollen. Sollten die Deflationsrisiken in der Weltwirtschaft jedoch wieder zunehmen und die Wirtschaftsentwicklung in China eine harte Landung vollziehen, könnte sich der Aufwärtstrend, so wie in den Jahren 1983 bis 1984, lediglich als ein positiver Ausbruch in einem übergeordneten Abwärtstrend erweisen (siehe Grafik oben).

Warum physisches Silber grundsätzlich zur Absicherung in jedes Depot gehört, kann unter erfolgreiche Anlagestrategien sowie unter 50 wichtige Gründe für Silber und Gold nachgelesen werden!

Bitte beachten Sie unsere Risikohinweise!

Zusammenfassung:
Titel:
Silberpreis: Gold-Silber-Ratio signalisiert Chancen
Kurzbeschreibung:
Silberpreis: Silber-Abbau geht trotz massiver Nachfrage an Silbermünzen zurück. Das Gold-Silber-Ratio von 1 : 80 signalisiert einen neuen Aufwärtstrend.
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Inflationsschutzbrief © 2016
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B. Kowalzik
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Einen wunderschönen gute Tag,

ich habe auf einer Website folgende Aussage gefunden und wollte Ihre Meinung dazu hören:
“Kurz: Jährlich werden erhebliche Mengen an Gold gefördert und auch recycelt. Dazu wirken Befürchtungen eines Goldverbotes nachfragehemmend. Etwaige Marktmanipulationen und staatliche Begrenzungsmaßnahmen tun ihr Übriges, um den Goldpreis zu bremsen.”

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