Inflationsschutzbrief – der geldsystemanalytische Börsendienst

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Inflationsschutzbrief Ausgabe 6 / 2014: Wie gefährlich ist eine Deflation

Inflationsschutzbrief Ausgabe 6-2014

Inflationsschutzbrief Ausgabe  6/2014

In der Ausgabe 6/2014 behandelt der Inflationsschutzbrief das Thema Deflation und welche Gefahr von ihr ausgeht. Darüber hinaus werden mögliche Strafzinsen (negative Zinsen) für Banken durch die EZB, Inflation kontra Deflation und der Kollaps des Geld- und Finanzsystems erörtert.

Wie gefährlich ist Deflation

Auszug: Vieles deutet darauf hin, dass der EZB-Rat bei seiner nächsten Sitzung, am 5. Juni 2014, das Geld im Euroraum noch billiger machen wird, obwohl der Leitzins mit 0,25 Prozent fast schon bei Null liegt. Sollten sich die Notenbanker zusätzlich auch dazu durchringen, den Geschäftsbanken Strafzinsen für Gelder abzuknöpfen, die diese bei der EZB parken (was wir in Anbetracht des Zustands unseres Finanzsystems erwarten), würde die EZB einmal mehr unter der Regie des früheren Goldman-Sachs-Vizepräsidenten Mario Draghi, Neuland betreten.

In Kürze wird die Notenbank aller Voraussicht nach zu radikalen Mitteln greifen, um die Krise in der Eurozone zu bekämpfen. Wahrscheinlich wird sie ein ganzes Paket an Maßnahmen verkünden: Der rekordverdächtig niedrige Leitzins von 0,25 Prozent könnte auf 0,10 Prozent sinken. Weil das jedoch nur einen geringen Effekt haben wird, denkt die EZB über weitere Werkzeuge nach, die den stockenden Kreditfluss zu klein- und mittelständischen Unternehmen, vor allem in den besonders hart von der Krise betroffenen Süd-Ländern der Eurozone, beleben sollen.

Für Aufsehen sorgt dabei diese Möglichkeit: Wollen Banken ihre überschüssige Liquidität kurzfristig bei der Notenbank parken, sollen sie zukünftig Strafzinsen zahlen – anstelle Zinsen dafür zu bekommen. Negative Einlagezinsen gab es seit 1999 (Euro-Einführung) noch nie. Der Euro gilt, gegenüber Dollar oder Yen, als zu hoch bewertet und verteuert so die Exporte – zumal die US-amerikanische und die japanische Notenbank versuchen, ihre Währungen durch Gelddrucken zu schwächen. Ferner soll das billige Geld der EZB, Investitionen und Konsum in der Eurozone erhöhen und damit für Wachstum sorgen. Die EZB will deshalb, dass die Banken mehr Kredite vergeben und somit die Konjunktur ankurbeln. Zugleich soll auch eine Deflation verhindert werden.

Zentralbanken versuchen alles, um fallende Preise zu vermeiden. Offiziell ist der Auftrag vieler Zentralbanken – so auch bei der EZB – Preisstabilität. Man sollte meinen, dass Zentralbanken eine Teuerungsrate von „Null“ als Preisstabilität ansehen. Dem ist jedoch nicht so. Das Preissteigerungsziel der EZB liegt bei knapp unter zwei Prozent. Wird diese deutlich unterschritten befürchtet die Notenbank Deflation. Diese seltsame Abweichung von der „Null“ wird durch vorsorgliche Maßnahmen zu Deflationsbekämpfung erklärt. Ganz bewusst streben Zentralbanken eine Teuerungsrate von zwei Prozent an, um einen gewissen Sicherheitsabstand vor dem vermeintlichen „Abgrund“ der Deflation einzuhalten. Gleichermaßen dient die Angst vor Deflation aber auch dazu, die systemimmanente Ausweitung der Geldmenge zu rechtfertigten (siehe Ausgabe 7/2014 – Seite 3). Warum es für Anleger, die physische Edelmetalle halten, letztlich egal ist, ob es zu Inflation oder Deflation kommt, erfahren Sie in dieser Ausgabe!

Ausgabe 6/2014 als PDF jetzt lesen…

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